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Joel Embiid will mit den 76ers in die Finals

joel Embiid © Keith Allison - (CC BY-SA 2.0)

Joel Embiid will mit den 76ers in die Finals

Richtig tiefen Schlaf findet Joel Embiid nie. Erst naturgemäß eher eine Nachteule. Und seit er vor sieben Jahren in die USA übergesiedelt ist, hat er sich zur Angewohnheit gemacht, bis spät in die Nacht Videospiele zu spielen. Für Embiid ist das längst kein Hobby mehr. Einmal gab er zu, dass er wohl süchtig danach sei. Schließlich verzehrt er sich als Sportprofi nach Wettbewerben. Und in seinen ersten der verletzungsgeplagten Spielzeiten in der NBA verbrachte er viele Nächte vor der Konsole, dazu bereit, jeden zu zerstören, der gegen ihn spielen wollte. Nun kann man sich vorstellen, wie unruhig Embiid wohl die letzten drei Wochen gewesen sein musste, als er mit einer gebrochenen Augenhöhle und Gehirnerschütterung gezwungen war, zu pausieren.

Nach vier erfolglosen Jahren unter Chefcoach Brett Brown sind die Philadelphia 76ers endlich wieder in den Playoffs. Und Embiid blieb nichts anderes übrig, als seinen Teamkollegen zuzusehen. Das einzige, was ihn nachts schlafen ließ, war, dass sein Team die 17-Spiele-Siegesserie fortsetzte, die es noch vor seiner Verletzung begonnen hatte. „Es war schwer, aber es war nicht so schmerzhaft, weil ich wusste, dass wir gewinnen“, sagte Embiid gegenüber „ESPN“, nachdem er bei seiner Rückkehr zum 128-108-Sieg über Miami Heat 23 Punkte beigesteuert hatte. „Aber als wir verloren haben, war mir klar, es ist Zeit zurückzukommen.“

Nach Spiel 2 verließ er am Montag die Arena in Philadelphia und feuerte die inzwischen berüchtigte Instagram-Story ab, in der er sagte, dass er es leid sei, wie ein Kind behandelt zu werden. Sein Telefon explodierte sofort. Bei den Sixers wurde mit den Achseln gezuckt. Man sagte sich, dass ist eben Joel Embiid. Er will immer spielen. Sie sind mittlerweile an seine Frustrationen gewöhnt. Ihm blieben zwei Tage mit seinem Trainer, Drew Hanlen, und dem Sixers-Staff, um so schnell wie möglich wieder auf den Court zurückzukehren. Die Menschen in Philadelphia waren wie elektrisiert. Embiid hatte ihnen die Playoffs versprochen und wenn er etwas verspricht, dann will er gerne auch dabei sein. Das ist nicht nur einfach so dahingesagt, das ist Embiid.

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Gegenüber „TNT“ ließ er nach der Partie gegen Heat folgendes verlauten: „Unser Ziel ist es, ins Finale zu kommen. Und wir haben eine ziemlich gute Chance.“ Genau das ist es, was die Leute und nicht zuletzt jene, die eine online Wette auf die Sixers abgeschlossen haben, von Embiid erwarten. Versprich etwas und halte es. Es ist seine Art, sich selbst und sein Team herauszufordern und trotz der Unerfahrenheit seinem immensen Talent gerecht zu werden. Ohne ihn waren die Sixers noch immer ein talentiertes Team, wurden in Spiel 2 aber von Miami vorgeführt. Mit ihm, gelang das nicht. Aber lassen wir es Embiid selbst erklären: „Ich werde für sie ein Albtraum sein“, sagte er vor dem Match am Donnerstagabend auf der Pressekonferenz und weiter: „Ich liebe diesen Moment. Ich liebe es, physisch präsent zu sein. Ich liebe es, anzugreifen, ich liebe den Körperkontakt und genauso braucht mich mein Team.“

Und das taten sie in jedem Fall. Daher statteten die Sixers Embiid auch mit einer speziellen Maske aus, die eigens für ihn angefertigt wurde. Embiid schien sich davon nicht stören zu lassen.

Bildquellen:

Joel Embiid“ (CC BY-SA 2.0) by Keith Allison
147085_TW1_3794“ (CC BY-ND 2.0) by Disney | ABC Television Group

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