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NBA: LeBron James rettet Los Angeles Lakers vor Debakel

 

LeBron James hat sein Comeback gefeiert und gemeinsam mit Anthony Davis die Los Angeles Lakers direkt mal davor bewahrt, einen 20-Punkte-Vorsprung gegen die Spurs herzuschenken. Die Cavs bekommen eine Lektion von den dominanten Bucks. Und: gleich zwei Overtime-Krimis!

Während die Siegesserie der Timberwolves schon wieder endet und die Nets eine Pleite in Indiana kassieren, überrollen die Boston Celtics die in Halbzeit zwei. Die Memphis Grizzlies sind von der ersten Minute an brandheiß – zum Leidwesen der Pelicans.

Charlotte Hornets (6-14) – Minnesota Timberwolves (10-9) 110:108 (BOXSCORE)

  • Die Wolves konnten sich letztlich nur relativ kurz über die ligaweit längste Siegesserie freuen, in Charlotte fand sie nach fünf Spielen ein jähes Ende. Und die Hornets? Die gewannen tatsächlich zum ersten Mal in dieser Saison ihr zweites Spiel in Serie, das hatten sie vor allem Kelly Oubre Jr. (28) und Terry Rozier (22 und 8 Assists bei 6 Turnover) zu verdanken.
  • Mitentscheidend war das dritte Viertel, nach einem Rückstand zur Halbzeitpause drehte das Hornets-Duo offensiv auf und führte die Hausherren zu einem 39:21-Abschnitt. Ein zweistelliger Rückstand verwandelte sich in eine zweistellige Führung. Dieses Momentum nahm Charlotte auch in den Schlussabschnitt, mit einem Block gegen Rudy Gobert und einem krachenden Alley-Oop von Kai Jones als Sahnehäubchen.
  • Allerdings kämpfte sich Minnesota nochmal zurück. Ein Poster-Dunk des ansonsten schwachen Karl-Anthony Towns stellte zweieinhalb Minuten vor dem Ende auf -2 aus Wolves-Sicht. Anschließend ließen die Wolves aber zu viele Möglichkeiten liegen, vor allem aus der Distanz (insgesamt 9/41 Dreier, 22 Prozent) und ein Offensiv-Rebound der Hornets plus ein verwandelter Freiwurf von P.J. Washington machten alles klar.
  • Der Forward unterstützte seine beiden Teamkollegen mit 16 Punkten, Theo Maledon kam von der Bank auf 14 Zähler. Einziger Wehrmutstropfen: In der Nacht vermeldete Shams Charania (The Athletic), dass Gordon Hayward wohl aufgrund einer Fraktur in der Schulter für unbestimmte Zeit ausfallen wird. Bester Scorer bei den Wolves war Anthony Edwards (25, 10/21 FG), dahinter folgte D’Angelo Russell (20, 10 Assists). Towns‘ Jumper war an diesem Abend nicht existent (19, 1/11 Dreier), Gobert schnappte sich ein Double-Double (17, 17 Rebounds).

Orlando Magic (5-14) – Philadelphia 76ers (10-9) 99:107 (BOXSCORE)

  • Die Sixers sind zurück in der Erfolgsspur, obwohl die Big Three um Joel Embiid, James Harden und Tyrese Maxey erneut nicht zur Verfügung stand. Dafür schnupperte Shake Milton an einem Triple-Double inklusive Karrierebestwert, Georges Niang war mit wichtigen Dreiern zur Stelle – und man war beim Lieblingsgegner zu Gast. Seit Dezember 2019 und damit seit neun Spielen hat Philadelphia nicht mehr gegen die Magic verloren.
  • Die erste Halbzeit war noch ziemlich ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel übernahm Philly aber die Kontrolle. Milton führte einen 18:5-Lauf an, mit dem die Gäste die Führung eroberten, die sie letztlich auch nicht mehr abgeben sollten. Mehrere Triples von Niang im Schlussabschnitt hielten die tapferen Magic auf Abstand, ein Dunk und mehrere Freiwürfe von Montrezl Harrell machten dann den Sack zu.
  • Milton beendete die Partie mit 24 Punkten, 10 Assists – nie hatte er in seiner Karriere mehr – und 9 Rebounds, Tobias steuerte 23 Punkte und 10 Rebounds bei, Harrell 14 und 8 und Niang schenkte den Magic 18 Zähler von der Bank ein bei 5/7 Dreier. Als Team traf Philly 14/36 von Downtown (39 Prozent) und damit deutlich besser als die Hausherren (9/35, 25,7 Prozent).
  • Auch bei Franz Wagner lief es mit dem Distanzwurf nicht wie gewünscht (1/5 Dreier), dennoch zeigte er erneut eine starke Leistung und führte die Magic mit 24 Punkten sowie 4 Rebounds an. Sein älterer Bruder Moritz feierte nach langer Verletzungspause sein Saisondebüt, war aber noch nicht in seinem Rhythmus (7, 5 Rebounds, bei 2/8 FG und 1/6 Dreier). Auch Paolo Banchero war zurück auf dem Court, der Top-Rookie legte 19 Punkte auf. Bol Bol kam zudem auf 18, 8 Rebounds und 4 Blocks.

New York Knicks (9-10) – Portland Trail Blazers (11-8) 129:132 OT (BOXSCORE)

  • Kein Damian Lillard (Zerrung), dafür konnte sich Portland auf hervorragende Produktion von Jerami Grant und Anfernee Simons verlassen. Die Statistiker verzeichneten einen neuen Karrierebestwert in Höhe von 44 Punkten für den Forward (10/20 FG), Simons steuerte 38 Zähler (13/25 FG) bei – darunter zwei Dreier in der Overtime, die Portland den entscheidenden Vorteil verschafften.
  • Wie eng ging es im Madison Square Garden zu? Im vierten Viertel konnte sich kein Team mit mehr als 6 Punkten absetzen. Die Knicks-Defense fand kein Mittel gegen Grant, doch R.J. Barrett und Jalen Brunson hielten auf der Gegenseite dagegen. Letzterer hatte noch in der regulären Spielzeit die Chance auf den Sieg, sein Floater sprang aber vom Ring weg. Und dann spielten erstmal nur die Blazers. Die Gäste starteten mit einem 11:3-Lauf in die OT, eröffnet und abgeschlossen von den beiden Simons-Dreiern.
  • Zwar machte Brunson es nochmal spannend, doch Grant tütete schließlich von der Freiwurflinie (21/28 FT!) nicht nur sein Career-High, sondern auch den ersten Sieg nach zuvor vier Pleiten in Serie ein. Zusätzlich lieferten Jusuf Nurkic (20, 8 Rebounds, 7 Assists) und Josh Hart (10, 19 Rebounds) gute Unterstützung. Brunson setzte sich mit 32 Zählern zur Wehr, dahinter folgten Julius Randle (23), der ineffiziente Barrett (19, 10 Rebounds, 6/22 FG, 1/7 Dreier) und Immanuel Quickley (18). Isaiah Hartenstein füllte den Boxscore mit 6 Punkten und jeweils 2 Rebounds, Assists und Steals von der Bank.

Boston Celtics (15-4) – Sacramento Kings (10-8) 122:104 (BOXSCORE)

  • Auf wen vertrauen die Celtics, wenn sie einen neuen Energieschub brauchen? „Payton Pritchard. Es scheint so, als ob es immer von ihm kommt“, schwärmte Jaylen Brown nach dem Blowout-Sieg gegen die Kings, der lange Zeit alles andere als deutlich aussah. Doch gegen Ende des dritten Viertels war es die Bank um Pritchard und Malcolm Brogdon, die Boston auf die Siegerstraße ballerte.
  • Doch von vorne: Die Celtics hatten scheinbar schon im ersten Viertel alles unter Kontrolle, Sacramento erwischte einen Start aus der Hölle (10 Turnover im ersten Viertel). Doch die Offense der Gäste fand dank De’Aaron Fox (20, 6/17 FG) und Domantas Sabonis (18, 10 Rebounds, 6 Assists) zurück in die Partie. Das Spiel war bis zur Halbzeitpause wieder ausgeglichen und dabei blieb es auch bis gut zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels.
  • Pritchard befeuerte von Downtown einen 16:0-Lauf bis zum Ende des Abschnitts, den die Reservisten gemeinsam mit Brown und Jayson Tatum zu einem viertelübergreifenden 35:4-Run ausbauten. Die hatten nun an beiden Enden des Courts gegen die beste Offense der Liga nichts mehr zu melden, Boston setzte sich bis auf 27 Punkte ab.
  • Zwar führten Tatum (30, 8 Rebounds und 4 Assists) und Brown, der 10 seiner 25 Punkte im Schlussabschnitt erzielte, die Hausherren in Sachen Scoring an, doch die Bedeutung der Bank wird beim Blick auf das Plus/Minus deutlich. Pritchard (9, +22), Brogdon (8, 4 Assists, +21) oder auch Sam Hauser (9, +21) und Luke Kornet (4, +19) stachen da heraus. Boston hat damit elf der vergangenen zwölf Spiele gewonnen.

Indiana Pacers (11-7) – Brooklyn Nets (9-11) 128:117 (BOXSCORE)

  • Die Defense der Nets offenbarte sich mal wieder als große Baustelle. Die Gäste aus dem Big Apple kassierten die zweite Niederlage aus den vergangenen drei Spielen, warum? Weil Indiana dem bärenstarken Kevin Durant mit 40 Punkten allein im vierten Viertel trotzte. Dieser Durchgang ging mit 40:23 an die Pacers, die sich entscheidend absetzten.
  • Durant wehrte sich im wahrsten Sinne des Wortes im Alleingang gegen die drohende Pleite, 20 der 23 Nets-Punkte im Schlussabschnitt gingen auf sein Konto. Doch das reichte nicht, da Indiana über 60 Prozent aus dem Feld traf (12/19 FG). Spätestens nach einem Flagrant Foul von Nic Claxton gegen Tyrese Haliburton, mehreren Freiwürfen sowie einem Jumper von T.J. McConnell zweieinhalb Minuten vor dem Ende ließ sich Indy den Sieg nicht mehr nehmen.
  • Gleich vier Spieler der Hausherren knackten die 20-Punkte-Marke, angeführt von Buddy Hield mit 26 Zählern bei 5/8 von Downtown. Myles Turner legte 23 Punkte, 8 Rebounds und 2 Blocks auf, Haliburton kam auf 21, 15 Assists sowie 4 Steals und Bennedict Mathurin erzielte 20 Punkte von der Bank. Die Pacers versenkten zudem 30/38 von der Freiwurflinie zu 8/10 Freiwürfen der Nets.
  • KD flirtete mit einem Triple-Double (36, 9 Rebounds und 8 Assists bei 15/31 FG und 3/12 Dreier), nahm die Pleite aber trotzdem auf seine Kappe: „Im dritten Viertel habe ich uns das Spiel gekostet, ich habe so viele leichte, offene Würfe vergeben. Wenn ich diese getroffen hätte, hätten wir ein größeres Polster gehabt.“ Tatsächlich stand Durant nur bei 2/11 FG im dritten Viertel, die Nets dennoch zwischenzeitlich bei einer 10-Punkte-Führung. Das lag zum Beispiel am guten Ben Simmons (20, 8/8 FG, 6 Rebounds) oder an Kyrie Irving (20).

Miami Heat (9-11) – Washington Wizards (10-9) 110:107 (BOXSCORE)

  • Sieben der 20 Saisonspiele der Heat wurden mit einer Differenz von drei Punkten oder weniger entschieden – Spannung kann Miami. In diesen sieben Spielen stehen die Mannen vom South Beach immerhin bei 4-3, den Erfolg gegen die Wizards hatten sie vor allem Bam Adebayo zu verdanken, der mit 38 Punkten (15/22 FG, dazu 12 Rebounds) einen neuen persönlichen Saisonbestwert aufstellte.
  • Allein 12 Punkte erzielte Adebayo im Schlussabschnitt, als er die ersatzgeschwächten Heat – Jimmy Butler (Knie), Max Strus (Schulter) und Duncan Robinson (Knöchel) mussten erneut passen – auf seine Schultern nahm. „Er trug heute viel Last, eigentlich schon die vergangenen Spiele über. Diese Stabilität brauchst du von deinen Führungsspielern“, lobte Heat-Coach Erik Spoelstra.
  • Mit zwei Freiwürfen brachte Adebayo seine Farben in den Schlussminuten in Front, bevor er den Vorsprung per Jumper auf +3 ausbaute. Bradley Beal verkürzte nochmal, Caleb Martin stellte den alten Abstand von der Linie wieder her und legte dann Beal an die Kette. Der Wizards-Star bekam im letzten Angriff keinen Zentimeter Freiraum und nur noch einen schwierigen Dreier los – der ging daneben.
  • Martin (20, 7/11 FG) lieferte an beiden Enden des Courts starke Unterstützung. Kyle Lowry kam noch auf 13 Punkte (4/12 FG), 8 Assists und 7 Rebounds, Tyler Herro hatte ebenfalls Probleme mit seinem Wurf (11, 4/18 FG und 2/10 Dreier), verteilte aber 10 Assists. Beal und Kyle Kuzma erzielten jeweils 28 Punkte sowie 5 Assists für die Wizards, Kristaps Porzingis steuerte 18 Zähler bei.

Houston Rockets (4-14) – Atlanta Hawks (11-8) 128:122 (BOXSCORE)

  • 83 Punkte vom Star-Backcourt gegen das schlechteste Team der kompletten Liga, 15-Punkte-Vorsprung in der zweiten Hälfte – doch das alles reichte den Hawks nicht. Stattdessen kassierte Atlanta eine bittere Niederlage und verschenkte damit eine 44-Punkte-Performance von Trae Young sowie ein kleines Dreierfeuerwerk von Dejounte Murray.
  • Für Young stellte diese Ausbeute (13/28 FG, dazu 5 Assists) einen persönlichen Saisonbestwert dar, Murray markierte sogar gleich zwei Career-Highs bei den Punkten (39) und den verwandelten Dreiern (8/13). Ansonsten kam aber nur noch A.J. Griffin auf Double-Digits (11), gerade John Collins blieb blass (8, 2/7 FG), während Clint Capela aufgrund von Zahnschmerzen fehlte.
  • Das Guard-Duo schien Atlanta im dritten Viertel dennoch auf die Siegerstraße zu führen. Aber: Die komfortable Führung der Gäste war nach einem Rockets-Blitzstart ins vierte Viertel schnell Geschichte. Jalen Green brachte Houston zwei Minuten vor dem Ende in Front, foulte kurz darauf aber aus. Dafür schwächelte Young aber an der Freiwurflinie und Garrison Mathews übernahm auf der Gegenseite Verantwortung. „Garry Bird“ versenkte einen schwierigen Off-Balance-Layup zum +5 in der finalen Minute. Das ließ sich Houston nicht mehr nehmen.
  • Mathews lieferte starke 20 Punkte (4/6 FG) von der Bank, Green war in 33 Minuten mit 30 Punkten (10/17 FG), 5 Rebounds sowie 5 Assists bester Rockets-Scorer. Auch Kenyon Martin Jr. (21, 15 Rebounds) und Rookie Jabari Smith Jr. (21, 5/11 Dreier) zeigten gute Auftritte. Hawks-Coach Nate McMillan war dagegen von der eigenen Defense bedient: „Wir konnten sie kaum stoppen und wenn wir es doch mal geschafft haben, haben sie uns an den Brettern geschlagen.“ 22 Offensiv-Rebounds und 37:2 (!) Second-Chance-Points der Rockets sind da eine deutliche Sprache.

Memphis Grizzlies (11-8) – New Orleans Pelicans (11-8) 132:111 (BOXSCORE)

  • Brandheiß ist eigentlich noch untertrieben, wenn man die Grizzlies an diesem Abend beschreiben will. Beweis Nummer eins: Memphis schenkte den Gästen 44 Punkte im ersten Viertel ein. Beweis Nummer zwei: Zur Halbzeit hatten die Grizzlies bereits 13 Dreier bei 25 Versuchen auf dem Konto. Schon zu diesem Zeitpunkt war die Partie eigentlich entschieden.
  • Dillon Brooks startete mit 3 Triples im ersten Viertel das Offensiv-Feuerwerk, Ja Morant legte später mit einem Dreier aus den Curry-Gefilden nach. Und spätestens als Memphis mit einem weiteren 21:9-Lauf in das dritte Viertel startete, war die Sache für New Orleans gelaufen. „Das war nicht unser Abend“, bilanzierte Pelicans-Coach Willie Green. „Unser Einsatz hat einfach nicht gestimmt.“
  • Im dritten Viertel wuchs der Grizzlies-Vorsprung auf bis zu 36 Punkte an, sodass keiner der Starter über 30 Minuten spielen musste. Brooks avancierte zum Topscorer (25, 8/15 FG), Morant (23, 11 Assists) kam genau wie Steven Adams (15, 11 Rebounds) auf ein Double-Double und Jaren Jackson Jr. machte mit 20 Zählern (6/7 FG) die starke Leistung der Starting Five perfekt.
  • Brooks machte zudem einen ordentlichen Job in der Defense gegen Zion Williamson, der die Partie mit 14 Punkten (6/12 FG), 5 Rebounds und 4 Assists beendete. Ansonsten punkteten bei New Orleans nur Trey Murphy III (21) und Herb Jones (13) zweistellig. Neben dem ohnehin pausierenden C.J. McCollum (Health and Safety Protocols) mussten die Pels ab dem zweiten Viertel auch noch auf Brandon Ingram verzichten, der sich am linken großen Zeh verletzte.

Bucks (13-5) – Cleveland Cavaliers (12-7) 117:102 (BOXSCORE)

  • Das war eine Lektion für die jungen Cavs, wie Playoff-Basketball aussieht. „Sie haben einen Gang hochgeschalten, den wir bislang noch nicht gesehen haben, so etwas haben wir noch nicht erlebt“, musste Cavs-Guard Donovan Mitchell zugeben. „Das war Playoff-Basketball. Wir müssen verstehen, dass die dann physisch einen Zahn zulegen, und wir müssen selbst präziser spielen.“
  • Eigentlich sah es 24 Minuten lang ziemlich gut aus für die Gäste aus Ohio. Die eigene Offense lief rund, traf kaum Dreier und die Cavs lagen mit bis zu 16 Punkten in Front. Dann kam das Horror-Viertel: Nach dem Seitenwechsel machte die Bucks-Defense den Gästen das Leben deutlich schwerer, agierte effizient im Umschaltspiel und machte keine Gefangenen mehr. Ein 23:2-Lauf drehte die Partie, am Ende ging der Abschnitt mit 35:10 an Milwaukee.
  • Eine bessere Differenz hatten die Bucks in einem Abschnitt seit Januar 2019 nicht mehr vorzuweisen, das Highlight lieferte Giannis Antetokounmpo mit einem Half-Court-Alley-Oop über halb Cleveland. Der Grieche war mit 38 Punkten (13/20 FG, 10/14 FT), 9 Rebounds, 6 Assists sowie 2 Blocks mal wieder überall. Jevon Carter steuerte 18 Punkte und Bobby Portis 14 Punkte bei, schickte 6 gegnerische Würfe zum Absender zurück.
  • Auch vom im Halbzeit eins starken Cavs-Backcourt war nach dem Seitenwechsel dagegen nichts mehr zu sehen. Mitchell kam insgesamt auf 29 Punkte, Darius Garland auf 20 – in der zweiten Halbzeit standen beide zusammengenommen aber nur bei 11 Punkten und 4/16 aus dem Feld. Evan Mobley hatte das ganze Spiel über Probleme (8, 2/12 FG), Jarrett Allen stand aufgrund einer Hüftverletzung nur zwölf Minuten auf dem Court.

Oklahoma City Thunder (8-11) – Chicago Bulls (8-11) 123:119 OT (BOXSCORE)

  • Rückschlag für die Bulls nach zuletzt zwei vielversprechenden Siegen gegen Boston und Milwaukee. Nun aber hagelte es in Oklahoma City eine Overtime-Pleite – weil Shai Gilgeous-Alexander ziemlich gerissen ist. Gut 30 Sekunden vor dem Ende vernaschte er DeMar DeRozan per Pump-Fake und zog bei herunterlaufender Shot Clock das Wurffoul. SGA gab sich keine Blöße von der Linie und sicherte den Thunder mit 5 versenkten Freebies in Folge den Sieg.
  • Zum Zeitpunkt des Fouls lag Chicago noch mit einem Punkt in Front, auch eine Coach’s Challenge konnte nicht mehr verhindern, dass Gilgeous-Alexander an die Linie ging. Der Guard blieb perfekt von der Linie, brachte seine Farben in Führung, auf der Gegenseite scheiterte DeRozan mit einem Jumper und wieder SGA machte von der Freiwurflinie alles klar.
  • Es waren die letzten seiner insgesamt 30 Zähler (8/21 FG, 14/15 FT), dazu sammelte der 24-Jährige 8 Rebounds und 7 Assists. Josh Giddey schrammte ebenfalls knapp am Triple-Double vorbei (10, 13 Rebounds und 9 Assists), Darius Bazley steuerte noch 17 Punkte von der Bank bei und Aleksej Pokusevski kam auf 15 Zähler. DeRozan hielt mit SGA mit und kam ebenfalls auf 30 Punkte (12/27, dazu 6 Assists). Zach LaVine streute 27 Zähler ein, Nikola Vucevic kam auf 13 Punkte und 13 Rebounds.

San Antonio Spurs (6-14) – Los Angeles Lakers (6-11) 94:105 (BOXSCORE)

  • Die Lakers können auch auswärts gewinnen! Bei der Rückkehr von LeBron James nach fünf Spielen Verletzungspause hat L.A. den ersten Sieg in der Fremde eingefahren. Die Lakers starteten dominant, brachen dann komplett ein, bevor LeBron und Anthony Davis die Lakers im vierten Viertel vor dem Desaster retteten.
  • Lange Zeit hatten die Gäste aus Hollywood das Spiel unter Kontrolle, Ex-Spur Lonnie Walker (18, 4/9 Dreier) war zu Beginn richtig gut drauf, auch James und Dennis Schröder, der für den gesperrten Patrick Beverley startete, hatten gute Szenen. Die Offense lief wie eine gut geölte Maschine, so setzte sich L.A. kurz vor der Halbzeitpause auf bis zu 20 Punkte ab, verspielte diesen Vorsprung nach dem Seitenwechsel aber fast komplett.
  • Denn nun ging offensiv teilweise gar nichts mehr, vor allem mit den Reservisten auf dem Court. Russell Westbrook war kein Positiv-Faktor (3 Punkte, 7 Assists, 1/7 FG), die Lakers leisteten sich immer wieder Turnover (insgesamt 22) und blieben fast die letzten vier Minuten des dritten Viertels komplett ohne Punkte. Die Spurs robbten sich so wieder auf 4 Zähler ran, doch mit LeBron und dem in Halbzeit zwei starken A.D. lief es wieder deutlich besser. Zwei Fastbreaks von James in Folge brachten die Lakers wieder weg (+12), Davis und per And-One legten nach – davon konnte sich San Antonio nicht mehr erholen.
  • Die Braue erzielte 11 seiner Team-High 25 Punkte im Schlussabschnitt, zusätzlich sammelte er 15 Rebounds sowie 3 Blocks. LeBron kam auf 21 Punkte (8 davon im vierten Viertel), 8 Rebounds, 5 Assists und 3 Steals, doch es lief bei ihm noch lange nicht alles perfekt (8/17 FG, 1/4 Dreier, 9 (!) Turnover). beendete die Partie mit 9 Zählern (3/7 FG) und 5 Assists bei nur 1 Ballverlust. Bei den Spurs punktete die komplette Starting Five zweistellig, angeführt von Tre Jones (19) und Devin Vassell, der für seine 18 Punkte aber 22 Würfe benötigte (7/22 FG, 0/6 Dreier). Auch Keldon Johnson erwischte nicht seinen besten Tag (15, 6/23 FG), als Team traf San Antonio katastrophale 6/33 von Downtown (18,2 Prozent).

Phoenix Suns (12-6) – Detroit Pistons (5-16) 108:102 (BOXSCORE)

  • Ein Leckerbissen war das von den Suns sicherlich nicht, aber das juckt in Phoenix wohl niemanden. Die finale Minute fasste den dritten Suns-Sieg in Serie recht gut zusammen. Erst wurde Cameron Payne bei einem Drive geblockt, doch er schnappte sich den eigenen Offensiv-Rebound und probierte es einfach nochmal – drin. Kurz darauf hatte Phoenix bei +4 eigentlich schon den Ball verloren, doch Bojan Bogdanovic verletzte sich in der Szene, verlor wiederum selbst den Ball und Mikal Bridges versenkte eiskalt den Dagger über den am Boden liegenden Kroaten.
  • Die Offense der Hausherren hatte die komplette Partie über Probleme, aus der Distanz fielen beispielsweise nur 7 der 29 Versuche (24,1 Prozent). So konnte sich Phoenix nie mit mehr als 9 Punkten gegen das Kellerkind der Eastern Conference absetzen, bevor sie den Sieg doch noch etwas kurios ins Ziel retteten.
  • Deandre Ayton zeigte dabei seine bislang beste Saisonleistung (28, 12 Rebounds, 11/13 FG). Devin Booker erzielte 21 Punkte, war aber nicht ganz in seinem Rhythmus (2/7 Dreier), während Payne (16, 10 Assists) und Bridges (15, 6/17 FG) die einzigen weiteren Suns-Akteure in Double-Digits waren. „Wir haben nicht die Würfe getroffen, die wir wollten. Aber die defensive Intensität war da“, sagte Ayton. „Das hat uns in die Position gebracht, den Sieg zu holen.“
  • Die Pistons wurden angeführt von Bogdanovic (19, 9/21 FG), der nach dem Spiel angab, dass es sich in den Schlusssekunden wohl nicht um eine ernste Verletzung handelte. Die Pistons waren aber außer sich, dass in der Szene kein Foul gepfiffen wurde. Killian Hayes und Alec Burks steuerten jeweils 17 Punkte bei, wobei Hayes zusätzlich 9 Assists und 8 Rebounds sammelte. Marvin Bagley schnappte sich ein Double-Double (13 und 12 Rebounds).

Golden State Warriors (10-10) – Utah Jazz (12-9) 129:118 (SPIELBERICHT)

L.A. Clippers (11-9) – Denver Nuggets (12-7) 104:114 (BOXSCORE)

  • Beide gingen stark ersatzgeschwächt in die Partie – aber die Nuggets haben Vlatko Cancar und die Clippers nicht. Gut, der Slowene war nur einer von mehreren Faktoren, die am Ende den Sieg der Nuggets sicherten, aber immerhin. Als sich die Clippers im vierten Viertel an einem Comeback versuchten, war Cancar mit einem Block gegen John Wall und mehreren Buckets zur Stelle.
  • Zuvor waren es die bekannten Protagonisten, die Denver auf die Siegerstraße gebracht hatten. Nikola Jokic legte 19 Punkte, 13 Rebounds und 6 Assists auf, noch besser scorten Jamal Murray (21, 9 Assists) und der starke Aaron Gordon (29, 12/16 FG). So setzte sich Denver zur Halbzeitpause zweistellig ab, im dritten Viertel betrug der Vorsprung bis zu 17 Zähler.
  • Dann aber verkürzte L.A. immerhin nochmal auf -7, bevor Cancar das Heft in die Hand nahm. 6 seiner 13 Punkte (dazu 2 Assists) erzielte er im vierten Viertel und eben nicht in der Garbage Time. Die brach erst wenig später an, nachdem wieder Murray und Gordon die Führung auf 21 Punkte ausgebaut hatten.
  • Die Clippers vermissten die verletzten Kawhi Leonard (Knöchel), Paul George (Oberschenkel) und Luke Kennard (Wade), trafen aber dennoch fast 55 Prozent aus dem Feld. Dafür hatten die Hausherren Probleme an der Freiwurflinie (19/34 FT) und auch die Turnover-Statistik sprach gegen L.A. (14:6). So half letztlich auch das Season-High von Wall (23, 8/10 FG) nichts mehr, Terance Mann (16) und Marcus Morris (15) waren noch die besten Scorer unter den Startern.

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