Die Lage in der NBA (Eastern Conference)

Das Jahr 2015 ist nun schon rund zwei Wochen alt – Zeit mal wieder einen Blick auf die aktuelle in der zu werfen. Heute: Die .

Die Situation im Osten

In den letzten Wochen hat sich einiges getan in der Eastern Conference wie auch im gesamten us-sport. Zum einen hält die aktuelle Tabelle die ein oder andere Überraschung für uns bereit, zum anderen gab es aber zuletzt auch den ein oder anderen Trade, durch den sich die Karten etwas neu gemischt haben. Doch dazu gleich mehr, werfen wir zunächst einmal einen Blick auf die Tabelle:

  1. Atlanta Hawks
  2. Washington Wizards
  3. Toronto Raptors
  4. Chicago Bulls
  5. Milwaukee Bucks
  6. Cleveland Cavaliers
  7. Miami Heat
  8. Brooklyn Nets
  9. Charlotte Hornets
  10. Indiana Pacers
  11. Detroit Pistons
  12. Boston Celtics
  13. Orlando Magic
  14. Philadelphia Sixers
  15. New York Knicks

Die Hawks im Höhenflug

Die erste Überraschung sieht man gleich an der Spitze der Tabelle, dort stehen derzeit nämlich die Atlanta Hawks. Man wusste zwar schon vor der Saison, dass die Hawks ein gutes Team haben und um die Playoffs mitspielen werden, doch dass sie im Januar ganz oben stehen (und das sogar noch mit einem kleinen Vorsprung) – damit hatten wohl nur die wenigsten gerechnet. Neun Siege in Serie konnten die Jungs aus Atlanta zuletzt einfahren und das ist natürlich auch aus deutscher Sicht sehr erfreulich, da Dennis Schröder daran einen nicht unerheblichen Anteil hat. Der junge Point Guard erhält immer mehr Minuten und durfte zwischenzeitlich bei der Verletzung von Jeff Teague sogar starten.

Die Verfolger

Die Hawks werden verfolgt von den Washington Wizards, den Toronto Raptors und den Chicago Bulls, die alle sehr eng beieinander liegen. Derzeit sieht es auch so aus, als würden sich diese vier Teams das Heimrecht für die Playoffs erkämpfen. Die Raptors hatten nach einem sehr starken Saisonstart zuletzt einen kleinen Durchhänger, aber das wird sich vermutlich in den nächsten Wochen auch wieder ändern. Die Milwaukee Bucks sind nach wie vor ein kleines Phänomen, denn auch nach der Verletzung von Jabari Parker hält sich das Team von Coach Kidd sehr gut und die Chancen, dass es die Truppe in die Playoffs schafft, stehen tatsächlich nicht schlecht.

Kleines Sorgenkind: Die Cleveland Cavaliers

Die Cavs sind das kleine Sorgenkind in der Eastern Conference. Als im Sommer Kevin Love und LeBron James geholt worden sind viele Fans davon ausgegangen, dass man die Eastern Conference zusammen mit höchstens ein oder zwei anderen Teams wie Chicago oder Toronto dominieren würde. Doch derzeit stehen die Cavaliers auf dem 6. Platz und haben neun der letzten zehn Spiele verloren. Klar, im Prinzip wusste man, dass die Trupp einige Zeit brauchen wird, um sich einzuspielen, doch inzwischen scheint sich mehr und mehr herauszukristallisieren, dass da im Kern der Mannschaft etwas einfach nicht stimmt. Unter anderem deshalb wurde ja zuletzt von vielen Coach Blatt häufiger in Frage gestellt.

Doch nun haben die Cavaliers reagiert – und zwar in Form eines Trades. Dion Waiters, der ja nicht so richtig ins Team bzw. in die ihm zugeteilte Rolle gepasst hatte, geht zu OKC, während Iman Shumpert und J.R. Smith von den Knicks zu den Cavs kommen. Insgesamt ein wirklich guter Trade für Cleveland, auch wenn man abwarten muss, wie sich die beiden Neuzugänge einfügen werden. Dadurch bekommt die Bank aber zumindest ein klein wenig mehr Tiefe.

Im Aufwind: Detroit und Charlotte

Zwei Teams haben zuletzt wirklich guten gespielt. Das sind zum einen die Charlotte Hornets, die sich langsam zu fangen scheinen und zuletzt fünf Spiele in Serie für sich entscheiden konnten – und zum anderen sind das die Detroit Pistons. Und bei den Pistons (sie haben neun der letzten zehn Partien gewonnen!) kann man auch ganz klar feststellen, wann dieser Aufwärtstrend begonnen hat: Nämlich nach dem Weggang bzw. der Entlassung von Josh Smith, der inzwischen für die Houston Rockets in der Western Conference spielt.

Großes Sorgenkind: Die New York Knicks

Hätte man vor der Saison auf das Kellerkind im Osten tippen müssen, hätten viele mit Sicherheit auf die Philadelphia 76ers gesetzt. Doch die Sixers gewinnen inzwischen zumindest ab und zu mal ein Spiel und stehen deshalb auf dem 14. Platz in der Tabelle und ganz unten stehen die Knicks aus New York. 15 Niederlagen in Folge, nur fünf Siege in der gesamten Saison – New York ist im Moment eine einzige Trümmertruppe und damit beginnt nun ein großer Neuaufbau. Natürlich wird man versuchen, im Sommer so flexibel wie möglich zu sein (deshalb auch unter anderem die Weggänge von Smith und Shumpert) um vielleicht auch gute Angebote für Free Agents wie Marc Gasol abgeben zu können, doch ob New York für solche Stars derzeit attraktiv genug ist? Das muss man abwarten.

Während der Kampf um die Playoffs im Westen mehr oder weniger unter acht oder vielleicht neun Teams ausgemacht wird, haben im Osten noch einige Teams Chancen, in die Playoffs hineinzurutschen. Denn Platz 7 und 11 bzw. 12 trennen nur einige wenige Siege, wenn nun ein Team von unten einen Run hinlegt, könnte das unter Umständen noch reichen. Derzeit sind ja wie schon gesagt besonderes die Detroit Pistons ein heißes Team, mal sehen, wie sich die ganze Situation in den nächsten Wochen weiterentwickeln wird. Kleine Notiz am Rande noch: Die Atlanta Hawks und die Brooklyn Nets stehen möglicherweise zum Verkauf.

Quelle Bild: Keith Allison / Flickr

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