MLS: Chivas USA wird von ehemaligen Jugendtrainern wegen Diskriminierung verklagt

Zwei ehemalige Jugendtrainer haben den Verein aus der Major League Soccer () verklagt. Sie werfen dem Club-Besitzer Diskriminierung vor.

Jugendtrainer gefeuert wegen Nationalität?

Die beiden ehemaligen Beschäftigten von Chivas USA waren im März dieses Jahres von dem Franchise-Team des mexikanischen Clubs Chivas Guadalajara gefeuert worden. Nach Einschätzung der beiden ehemaligen US-Nationalspieler Dan Calichman und Ted Chronopoulos erfolgte die Entlassung, weil sie keine Mexikaner oder zumindest Latinos sind. So soll der mexikanische Club-Besitzer Jorge Vergara in einem Meeting klare Aussagen in Bezug zur Herkunft der Mitarbeiter des Vereins gemacht haben.

Vergara soll Mitarbeitern klare Ansagen gemacht haben

In diesem Meeting nämlich, so die beiden ehemaligen Jugendtrainer, kündigte der Multi-Millionär an, dass alle Beschäftigten gefeuert werden, die nicht spanisch sprechen. Der Mexikaner Vergara wurde dabei mit den Worten zitiert: „Wenn jemand nicht spanisch spricht, kann er für den Stadrivalen LA Galaxy spielen, außer er spricht chinesisch, was noch nicht einmal eine Sprache ist.“ Calichman, der für Chivas USA in den USA mehr als 12 Monate als Trainer der Academy tätig war, erklärte, er habe sich zum ersten Mal in seinem Leben diskriminiert gefühlt.

Chivas USA feuert Trainer Sola

Nach Angaben des Anwalts von Calichman sind insgesamt acht Angestellte entlassen worden mit dem Hintergrund ihrer Herkunft. Gleichzeitig mit Bekanntwerden der Vorwürfe hat sich Chivas USA unabhängig davon von seinem Chefcoach Jose Luis Sanchez Sola getrennt. Denn der Club liegt in der Western Conference auf dem letzten Platz nach zuletzt sechs Niederlagen und einem Unentschieden aus sieben Spielen.

Foto-Quelle: Cynthia Isabel

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