MLS bringt den Amerikanern den Fussball nah

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Das Wachstum der bringt Amerikanern den Fussball immer näher

 

In einem Land wie den USA, wo American Football und dominieren, hat der Fußball es im Grunde schwer, sich durchsetzen zu können. Doch der amerikanische Fußball hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewinnen können. Der langsame Aufstieg der MLS ist allerdings bislang nicht ohne einen Preis gekommen.

Hierbei könnte man von Wachstumsschmerzen sprechen. Umso interessanter mag daher die Nachricht sein, dass MLS-Präsident Mark Abbott eine weitere Expansion plant und den amerikanischen Fußball auf die nächste Ebene heben will. Was hat es damit auf sich?

Über ein Jahr lang hatte der darum gerungen, seinem Traum, in der MLS mitspielen zu können, näherzukommen. Es war ein Hin und Her gewesen, bei der es Treffen zwischen MLS, Verein und Vertretern des Stadtrates gab. Hinzu kam der aktive Einsatz der Fangruppe des texanischen Vereins, welcher eine lebhafte Diskussion in den sozialen Medien wie Facebook in Gang getreten hatte. Eine der letzten Hürden war der Standort des Stadions gewesen. Doch all die bürokratischen Barrieren konnten überwunden werden und am 9. September kamen MLS-Präsident Mark Abbot, Austin FC CEO Anthony Precourt und Bürgermeister Steve Adler zusammen, um den ersten Spatenstich zu tätigen.

Die Kosten für das Stadion werden dabei ca. 242 Millionen US-Dollar betragen und das Gebäude soll im April 2021 eröffnet werden. Bislang sind schon zwei texanische Vereine in der MLS Western Conference vertreten, nämlich und Houston Dynamo. Beide Vereine sind aktuell allerdings weniger erfolgreich und liegen in der unteren Tabellenhälfte. Der kämpft bislang jedoch darum, noch in die Play-offs zu kommen, doch wird dies ein harter Kampf. Die Expansion der Liga mit dem Austin FC wird dem texanischen Fußball daher nur guttun können. Außerdem wird eine wichtige Lücke gefüllt, da Austin als Hauptstadt des US-Staates einiges an Potenzial mitbringt, geschweige denn den Eifer der neuen Mannschaft. Zur Popularität des Fußballs in den USA könnte auch wieder die beitragen. Immerhin steht das Land laut Online Fussball Wetten mit Betfair mit einer Quote von 61,00 auf den Sieg an gleicher Favoritenstelle wie Schweden. Und letzteres Team schaffte es 2018 immerhin in das Viertelfinale der damaligen WM.

Austin ist ein Ort voller wirtschaftlicher Dynamik und einer ambitionierten jungen Bevölkerung. Genau das sind Grundvoraussetzungen, die MLS-Präsident Abbot genannt hatte, um auf den Märkten expandieren zu können. Dabei ist Austin nicht der einzige Kandidat. 2020 kommen Inter Miami und Nashville FC hinzu und auch 2022 steht St. Louis als neuester Anwärter auf der Expansionsliste und ist damit laut Ran.de die 28. Mannschaft, die in der MLS spielen wird.

Wie sieht es mit der Liga selbst aus?

Die Liga soll bis auf 30 Vereine weiter vergrößert werden und derzeit bewerben sich schon einige Kandidaten für die letzten beiden Ligastellen. Sacramento wird bislang als Favorit für den 29. Verein gehandelt, während der letzte Platz besonders umstritten ist und mindestens fünf Vereine aktiv konkurrieren, darunter auch Las Vegas. Die Zukunft des MLS sieht also gut aus und dank der Expansion kann man den Fußball mehr Amerikanern näherbringen. Dies könnte sicherlich nur noch durch einen internationalen Erfolg der Herren-Nationalmannschaft verstärkt werden. Das Fußballinteresse wuchs damals schon nach dem Viertelfinaleinzug im Jahr 2002 und verhalf dem MLS zu größeren Erfolg. Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft noch mit sich bringen wird.

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