Er hat es nicht für möglich gehalten: Moritz Böhringer in der NFL gedraftet

Noch keine einzige Minute hat der 22-jährige Wide Receiver in der National Football League (NFL) gespielt, aber schreibt bereits Geschichte in der Lieblings-Sportart der Amerikaner.

NFL Draft: Hier werden Nachwuchstalente verteilt

Am Samstag wurde der 22 Jahre alte Wide Receiver, der noch keine Minute in der NFL gespielt hat, beim Draft an 180. Stelle gezogen. Bei dem NFL-Draft werden die Nachwuchstalente auf die 32 NFL-Teams verteilt und es waren die Minnesota Vikings, die sich seine Dienste sicherten.

Böhringer erklärte im Anschluss, dass er nicht beschreiben könnte, wie er sich derzeit fühlt. Er wäre einfach nur überwältigt und glücklich darüber, dass er gedraftet wurde.

Jede Menge Glückwünsche

Der gebürtige Schwabe erhielt eine Menge Glückwünsche unter anderen vom US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. Dieser twitterte „Gratulation an den gebürtigen Stuttgarter @MoBoehringer. Viel Glück Moritz!“.

Gewöhnlicherweise führt der Weg in die NFL über eine US High Scholl und ein anschließendes College. Als 17-jähriger begann Böhringer bei den Crailsheim Titans mit dem American Football und im Vorjahr wechselte er zu den Schwäbisch Hall Unicorns und damit in die German Football League GFL. Mit den Unicorns wurde Böhringer Vizemeister und wurde umgehend zum besten Neuling der Spielzeit gewählt.

Die Geschichte des Max Böhringer

Zukünftig wird der 1,95-Meter-Hüne und 100 Kilogramm schwere Wide Receiver Mitspieler von Adrian Peterson sein. Eher zufällig hat Böhringer vor fünf Jahren ein Highlight-Video auf YouTube von dem Minnesotas Runningback-Star gesehen und begann sich für American Football zu interessieren und startete mit der Sportart.

Ende Februar flog der 22-jährige Maschinenbau-Student nach Florida, wo er wenig später zahlreiche NFL-Scouts bei einem Test-Training auf sich aufmerksam machte. Vikings-Trainer Mike Zimmer erklärte, dass Böhringer schlau sei und das Spiel mit all seinen Laufwegen versteht, aber auch noch viel lernen müsse.

Neben Sebastian Vollmer und Markus Kuhn (New England Patriots), Mark Nzeocha (Dallas Cowboys) und Kasim Edebali (New Orleans Saints) ist er der fünfte Deutsche in der NFL. Björn Werner hingegen befindet sich auf Vereinssuche, nachdem er von den Indianapolis Colts entlassen wurde.
Foto: flickr.com/April Spreeman

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