Drohender Lockout in der NBA abgewendet

Auch wenn man es im so kapitalistisch geprägten Amerika nicht annehmen würde, sind die Spieler der großen Profiligen in den USA in einer Gewerkschaft organisiert. Diese ist für derartige Verhältnisse relativ mächtig. Sie handelt die Tarifverträge für die Spieler gegenüber den Betreiber der aus. Denn auch wenn die Basketball-Profis dieser besten Liga der Welt alle sehr gut verdienen, sind sie doch nicht alle Superstars. Vor allem für die Spieler aus der zweiten und dritten Reihe ist dies ein wichtiges Thema. Und in aller Regel zeigen sich die großen Stars der Liga dann auch solidarisch, wenn es zu Verhandlungen mit der NBA kommt.

Einigung erzielt, Unterschriften fehlen noch

Genau diese standen in den letzten Tagen auf dem Programmplan. Nicht jedes Jahr wird der Tarifvertrag neu ausgehandelt, meist hat er bei erfolgreichem Abschluss eine Laufzeit von mehreren Jahren. So ist es auch diesmal wieder. Die beiden Parteien konnten sich recht gütlich einigen, wenn auch noch die finalen Unterschriften von beiden Seiten fehlen.

Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von sieben Jahren haben. Die Einigung kam gerade noch rechtzeitig, bevor am 15.12. eine Deadline abgelaufen wäre, bis zu der man sich geeinigt haben wollte. Anderenfalls hätte ein „Lockout“, also nichts anderes als ein Streik durch die Spieler gedroht.

Schon vier Mal tatsächlich ein Lockout

In der Vergangenheit war es schon mehrfach soweit gekommen, dass die Spieler tatsächlich in einen Lockout traten. Insgesamt vier Mal trat das auf, drei Mal davon in den 1990er Jahren mit meist überschaubarer Dauer.

Beim Lockout im Jahr 2011 dauerte dieser aber acht Monate an und die Saison wurde auf 66 Partien pro Team verkürzt. Das droht nun für die nächsten Jahre nicht mehr am Horizont zu dräuen.

Erleichterung bei beiden Seiten natürlich, aber nicht zuletzt bei den vielen Fans der NBA, die diese weltweit hat.

Foto: flickr.com/Pablo Fernández