NFL: Barack Obama spricht sich für Namensänderung der Washington Redskins aus

Schon seit längerer Zeit gibt es Diskussionen um einen Namenswechsel der in der NFL. Nun hat sich hierzu sogar der US-Präsident persönlich zu Wort gemeldet.

Obama forderte Nachdenken über Vereinsnamen

In einem nun veröffentlichten Interview bezieht das US-Staatsoberhaupt Stellung zu den Washington Redskins. Demzufolge sagte Obama, dass er als Besitzer des Vereines über den Wechsel des Namens des Clubs nachdenken würde. Damit hat die Diskussion um den Namen des Teams aus der National Football League eine neue Dimension erhalten. Nach der Aussage von Obama äußerten sich erneut Vertreter der Ureinwohner Amerikas. Ray Halbritter, einer der prominentesten Anführer des Oneida-Stammes sagte daraufhin: „Der Begriff Redskins ist im Wörterbuch als beleidigend eingestuft. Der Teamname Washingtons ist eine schmerzhafte Beleidigung, die gegen mein Volk, das indianische Volk, benutzt wurde, als wir gewaltsam von unserem Land vertrieben wurden.“ Zudem fügte er hinzu, dass die wenigsten Menschen diesen Ausdruck im direkten Dialog mit einem Ureinwohner Amerikas benutzen würden. Der Ausdruck Rothaut diffamiere sie als Einwohner zweiter Klasse, erläuterte Halbritter.

Eigner der Washington Redskins sieht keine Notwendigkeit zur Änderung

Trotz der Aussage von US-Präsident Barack Obama sehen die Verantwortlichen bei den Washington Redskins aber offenbar keinen Grund zum Handeln. Denn der Redskins-Eigner Dan Synder verkündete erneut über seinen Anwalt seine bereits bekannte Sichtweise. Dem Marketing-Mogul zufolge steht nämlich eine Veränderung des Clubnamens nicht auf der Agenda. Lenny Davis erklärte, dass bei den Redskins jedermann respektiert werde und es keine Absicht gebe, eine ethnische Gruppe zu verunglimpfen. Darüber hinaus erfolgte der Hinweis auf eine Umfrage in den Vereinigten Staaten aus dem April dieses Jahres. Dieser landesweiten Umfrage zufolge sprach sich nur jeder Fünfte Amerikaner dafür aus, dass die Washington Redskins aus der ihren Namen ändern sollten.

Foto: jamesomalley

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