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NFL: Anklage gegen Adrian Peterson wegen Kindermissbrauchs

Die National Football League () aus Nordamerika kommt außerhalb des Spielfeldes nicht zur Ruhe. Nun sorgt der nächste Profi aus der für Schlagzeilen wegen Gewalt im privaten Umfeld. von den Minnesota Vikings wird nämlich wegen Kindesmissbrauchs angeklagt.

Adrian Peterson verprügelt vierjährigen Sohn mit Ast

Der Running Back der Vikings soll demzufolge mit einem Ast heftig auf seinen eigenen Sohn eingeschlagen haben. Offenbar war dieser Vorgang die Vorstellung von Erziehung eines vierjährigen Kindes von Adrian Peterson. Nur wenige Tage nach dem veröffentlichten Skandalvideo, in dem Ray Rice seine damals Verlobte und heutige Ehefrau bewusstlos geschlagen hatte, gibt es nun also den nächsten Gewalt-Vorfall aus der NFL. Die Vikings haben umgehend reagiert und Peterson aus dem Kader gestrichen. Nachdem im Fall Rice das Video publik wurde, waren es beim Running Back der Vikings Fotos von den Verletzungen des Kindes, die Schockierendes aufzeigten.

Zahlreiche Schnittwunden und Blutergüsse beim vierjährigen Kind

Bei dem 29 Jahre alten Peterson handelt es sich immerhin um den MVP 2012 und somit also nicht um irgendeinen Footballer, sondern durchaus um ein Idol vieler Jugendlicher. Doch nun erfolgte die Anklage wegen Kindesmisshandlung. Nach seiner Verhaftung wurde er auf Kaution freigelassen. Der Vorfall soll sich bereits im Mai 2014 ereignet haben. Damals hatte der Running Back mit einem Ast auf seinen Sohn eingeschlagen. Dadurch erlitt der kleine Junge Blutergüsse und Schnittwunden an den Beinen, dem Gesäß, den Hoden und auf dem Rücken. Die Vikings handelten sofort und nahmen den 29-jährigen nun aus dem Kader. Die NFL hingegen, die schon im Fall von Rice unverständlich zögerlich handelte, kündigte nun auch zunächst lediglich eine Untersuchung an. Schnelligkeit und Härte sind bei der NFL leider keine bevorzugten Worte.

Ungeheuerliche Erklärung von Adrian Peterson

Unglaublich ist auch die Aussage von Adrian Peterson selbst. Der 29-jährige von den Minnesota Vikings erklärte nämlich, er habe seinen Sohn genauso diszipliniert, wie es ihm selbst als Kind ergangen sei. So erklärte es sein Anwalt Rusty Hardin, der hinzufügte, dass der NFL-Star ein liebevoller Vater sei, der nie die Absicht hatte, seinen Sohn zu verletzten. Der Blick auf die Fotos und die Aussagen des Vierjährigen bei der Polizei sprechen eine andere Sprache und lassen an der haarsträubenden Version des Profis doch große Zweifel. Denn der Junge erzählte demnach, dass ihn sein Vater auch im Gesicht geschlagen habe und ihm zudem Laub in den Mund steckte. Danach soll er ihm die Hose heruntergezogen und ihn verprügelt haben – unter anderem auch mit einem Gürtel. Bleibt zu hoffen, dass NFL und die Richter in den USA entsprechende Strafen aussprechen!
Foto: Mike Morbeck