NBA Report: Wer erreicht im Osten die Playoffs?

Die NBA Playoffs stehen vor der Tür, lange wird es nicht mehr dauern, bis die spannendste Zeit des Jahres beginnt. Doch wer wird im Osten voraussichtlich die Playoffs erreichen? Unser großer Report.

Osten deutlich schwächer als der Westen

Seit einigen Jahren steht die Eastern Conference im Schatten der Western Conference. Im Prinzip braucht es nur ein Beispiel, um das zu belegen: Die Washington Wizards, die derzeit den 5. Rang im Osten belegen und quasi sicher in den Playoffs stehen, wären im Westen noch nicht einmal unter den ersten acht. Zu hoch ist die Qualität im Westen, zu niedrig die im Osten. Nicht umsonst wird inzwischen wieder relativ heftig diskutiert, ob man die Playoff-Duelle und die Aufteilung von Westen und Osten nicht grundsätzlich überdenken sollte.

Spannender Playoff-Kampf im Osten

Doch eine gute Seite hat diese fehlende Qualität im Osten – der Kampf um die letzten Playoff-Plätze ist in diesem Jahr so spannend wie vielleicht noch nie. So einige Teams haben noch Chancen, ins Viertelfinale im Osten einzuziehen und sich mit den besten Mannschaften der Eastern Conference zu duellieren. Und zu den besten zählen derzeit die Atlanta Hawks, die Cleveland Cavaliers, die Chicago Bulls und die Toronto Raptors. Diese vier Teams belegen in dieser Reihenfolge derzeit die ersten Tabellenplätze im Osten und auch die Washington Wizards, die aktuell bei 41 Siegen und 33 Niederlagen stehen, wird niemand mehr aus den Playoff-Rängen verdrängen.

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Sechs Teams kämpfen um drei Plätze

Doch von Platz 6 bis Platz 11 tobt ein erbitterter Kampf zwischen sechs verschiedenen Teams. Welche Teams das sind und wer bei wie vielen Siegen und Niederlagen steht, das wollen wir uns nun als erstes anschauen:

  • 6. Milwaukee Bucks: 36 Siege, 37 Niederlagen
  • 7. Miami Heat: 34 Siege, 39 Niederlagen
  • 8. Brooklyn Nets: 32 Siege, 40 Niederlagen
  • 9. Boston Celtics: 32 Siege, 41 Niederlagen
  • 10. Indiana Pacers: 32 Siege, 41 Niederlagen
  • 11. Charlotte Hornets: 31 Siege, 41 Niederlagen

Logisch, die Bucks haben aktuell die beste Ausgangsposition, die Hornets die schlechteste. Doch letztendlich ist auch das Restprogramm entscheidend, die aktuelle Verfassung des Teams sowie die Anzahl der Duelle gegen direkte Konkurrenten. Wir wollen im Folgenden einen kurzen Blick auf jedes dieser sechs Teams werfen und die aktuelle Situation beleuchten. Doch schon jetzt sollte klar sein – mit dem Halbfinale oder sogar den Conference Finals werden diese Teams im Normalfall nichts zu tun haben. Dafür sind die Hawks, Cavs, Raptors und Bulls einfach zu stark. Doch wer weiß, vielleicht wird es ja auch die ein oder andere kleine Überraschung geben.

Milwaukee Bucks

Die Bucks haben insgesamt einen leichtes Restprogramm, sie dürfen unter anderem noch gegen New York, Philadelphia und Orlando ran. Und wer sich an den Anfang der Saison erinnert wird natürlich auch noch wissen, dass die Bucks mit ihrem neuen Coach Jason Kidd eine absolut positive Überraschung waren – doch die Betonung liegt auf „waren“. Denn seit dem Trade von Brandon Knight gegen Michael Carter-Williams läuft es nicht mehr so wirklich rund bei den Bucks. Zwar hat der Trade schon irgendwie Sinn gemacht, doch sportlich hat er sich bisher noch nicht ausgezahlt. Im Gegenteil, Milwaukee hat seit einigen Wochen die drittschlechteste Offensive der Liga.

Miami Heat

Als der lange Ausfall von Chris Bosh bekannt wurde, haben viele daran gezweifelt, ob die Heat überhaupt die Playoffs erreichen würden. Doch insgesamt dürfen alle Heat Fans da draußen derzeit wirklich optimistisch sein. Denn Dwayne Wade präsentiert sich aktuell in einer erstklassigen Verfassung, er legte im März durchschnittlich 25 Punkte auf, hinzu kommen Hassan Whiteside und Goran Dragic und insgesamt zeigt die Leistungskurve bei den Heat durchaus nach oben. Platz 7 sollten sie in jedem Fall halten können, eventuell ist auch Platz 6 noch drin.

Brooklyn Nets

Die Nets haben noch drei Back-to-backs auf ihrem Restprogramm und das sollte insgesamt nicht einfach werden, vor allem weil das Team aus Brooklyn zuletzt nicht wirklich konstant war.  Schlechte Arbeit in der Defensive, wenig Kreativität in der Offensive – und trotzdem können sie sich irgendwie auf Rang 8 halten. Ein wenig macht sich die Erfahrung von Deron Williams und Joe Johnson eben doch bemerkbar. Auch Brook Lopez legte im März die besten Zahlen der aktuellen Saison auf und wurde folgerichtig auch zum besten Spieler der letzten Woche in der Eastern Conference gewählt. Trotzdem wird es nicht einfach – vor allem weil andere Teams, die derzeit noch hinter den Nets stehen, aktuell richtig heiß sind.

Boston Celtics

Wer hätte in der Mitte der Saison gedacht, dass die Celtics am Ende noch um die Playoffs kämpfen würden? Vermutlich nur die wenigsten. Schon gar weil Jeff Green und Rajon Rondo inzwischen nicht mehr in Boston sind. Dafür ist aber jemand wie Isaiah Thomas da, der jede Menge Energie mitbringt. Und überhaupt arbeitet die ganze Truppe extrem hart, vor allem in der Defensive. Der Haken an der ganzen Sache: Boston hat ein knüppelhartes Restprogramm. Drei Back-to-backs, Duelle gegen Cleveland, Toronto, Milwaukee, Indiana und Charlotte. Das wird nicht einfach.

Indiana Pacers

Hätten die Pacers zwischenzeitlich nicht mal sieben von acht Spielen verloren, würden sie jetzt schon mehr oder weniger sicher in den Playoffs stehen. Trotzdem zeigen die Pacers wirklich gute Leistungen und sie haben noch alles selbst in der Hand, da sie noch so einige Partien gegen direkte Konkurrenten um die Playoffs zu absolvieren haben. Interessant wird zu beobachten sein, ob Paul George noch vor den Playoffs zurückkehren wird. Fit zu sein scheint er, allerdings hat er zuletzt Zweifel geäußert, ob er aktuell in dieser so gut funktionierenden Truppe nicht sogar eher stören würde. Denn natürlich muss man einen Paul George nach seiner langen Verletzungspause auch erst wieder richtig integrieren. Doch falls das schnell gelingen würde, sollten es die Pacers fast sicher in die Playoffs schaffen… Falls.

Charlotte Hornets

Vor der Saison durften sich die Hornets Fans durchaus große Hoffnungen machen. Doch die Verpflichtung von Lance Stephenson ging nach hinten los, und zwar komplett. Zudem waren Kemba Walker und Al Jefferson nicht immer einsatzfähig und zuletzt haben die Hornets nur 3 von 10 Spielen gewinnen können. Das wird verdammt schwer und im Normalfall sollte es eigentlich nicht mehr reichen – so schade das ist für das Team aus Charlotte.

Fazit

Im Normalfall sollten es die Miami Heat sicher in die Playoffs schaffen. Für die restlichen drei Plätze hätten wir vor allem drei Teams auf der Rechnung: Milwaukee, Brooklyn und Indiana. Aber auch Boston darf man eigentlich noch nicht abschreiben. Und Milwaukee hat zwar den größten Vorsprung, spielt aber aktuell den vielleicht schlechtesten Basketball dieser Teams. Eines ist sicher: Es wird verdammt spannend in den letzten Wochen. Noch knapp 10 Spiele haben die Teams zu absolvieren, dann starten die Playoffs. Und diese sollten dann aber in der Western Conference deutlich spannender werden als in der Eastern Conference. Denn wie eingangs bereits erwähnt: Im Normalfall sollten Atlanta, Cleveland und Chicago kein Problem mit den genannten Teams haben. Vor allem weil bei Chicago Butler und Rose wieder rechtzeitig fit werden und die Cavs mit LeBron James aktuell ebenfalls nur schwer zu stoppen sind.

Quelle Bild: Joe Glorioso / Flickr (CC BY-ND 2.0)

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