Miami Heat: Saison-Vorschau 2014/2015

Die Miami Heat mussten im Sommer den Abgang von Superstar LeBron James kompensieren. Wie ist ihnen das gelungen?

Die Miami Heat standen im Sommer ganz nah am Abgrund. Zunächst einmal saß bei den Fans der Schmerz rund um das verlorene Finale, in dem man gegen die San Antonio Spurs im Grunde nicht den Hauch einer Chance hatte, noch tief. Doch man tröstete sich damit, dass das Team ja im Großen und Ganzen zusammenbleiben würde und dass man in der nächsten Saison wieder angreifen kann. Doch dann geschah etwas Unerwartetes: LeBron James gab seinen Wechsel zu den Cleveland Cavaliers bekannt. Und da auch Chris Bosh und Dwayne Wade Free Agents waren, drohten die Heat bzw. die Big Three auseinander zu fallen. Bosh war mit einem Bein schon in Houston, doch Pat Riley bot ihm einen Maximalvertrag, den Bosh dann auch annahm – er bleibt in Miami.

Ab- und Zugänge der Miami Heat

Bosh und Wade bleiben den Heat also erhalten, der Abgang von LeBron James hingegen musste kompensiert werden – soweit man den Abgang des vermutlich besten Basketballers der Welt überhaupt kompensieren kann. Doch den Heat ist das insgesamt ganz gut gelungen und zwar indem sie Luol Deng und Josh McRoberts geholt haben. Zudem konnten Mario Chalmers, Chris Andersen und Udonis Haslem gehalten werden. Neu sind ebenfalls Danny Granger, Shawne Williams, James Ennis und Rookie Shabazz Napier, von dem James oft begeistert war. Diese Zugänge sollen die Löcher stopfen, die Ray Allen, Shane Battier, Toney Douglas, Michael Beasley und James Jones hinterlassen haben. Es hat sich insgesamt also sehr viel getan bei den Heat.

Stärken und Schwächen des Teams

Die Heat werden auch in der nächsten Saison wieder den relativ positionslosen Basketball von Coach Erik Spoelstra praktizieren. Wade und Bosh werden natürlich wesentlich mehr in den Fokus rücken jetzt wo James weg ist, wobei man bei Wade abwarten muss, wie fit der Superstar der Heat zurückkehren wird. In der letzten Saison hatte er ja immer wieder Probleme mit seinem Knie und der Jüngste ist er inzwischen nicht mehr. Auch weiß man noch nicht genau, ob Chris Bosh an seine alten Zeiten im Raptors Trikot anknüpfen kann und ob er wieder zu dem Führungsspieler wird, den man jetzt in Miami braucht. In Toronto hatte er zuletzt 24 Punkte und 10,8 Rebounds pro Spiel aufgelegt – das sind fantastische Zahlen. Die große Schwäche der Heat werden trotzdem die Rebounds bleiben, denn es wurde kein Spieler geholt, der unter dem Korb wirklich viele Bälle einsammeln könnte. Trotzdem ist man in der Offensive nach wie vor relativ flexibel und dort sollte es eigentlich keine größeren Probleme geben.

Die Playoffs sind drin

Die Miami Heat haben im Prinzip das beste aus ihrer Situation gemacht. Mit Deng und McRoberts wurden gute Leute geholt, mit denen man im Osten in jedem Fall konkurrenzfähig bleibt. Die ersten Plätze werden zwar an Teams wie Chicago oder Cleveland gehen, doch in die Playoffs sollten es die Heat in jedem Fall schaffen. Und sollte man dort auf die Cavaliers mit LeBron James treffen, brennt in Miami der Baum, so viel ist sicher.

Quelle Bild: Keith Allison | Flickr

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