MLS mit mehr Zuschauern als die Serie A

Die Major League Soccer, die , ist die erste amerikanische Liga im Profifußball. Und sie wächst und gedeiht. In der abgelaufenen Saison stellte sie einen neuen Zuschauerrekord auf, welcher sich mehr als sehen lassen kann. Mit 21.692 Zuschauern pro Partie liegt sie vor der Serie A in Italien (20.081) und der französischen Ligue 1 (19.891). Dementsprechend entspricht die schon beschlossene Erweiterung des Teilnehmerfeldes um zwei weitere Franchisen voll dem tatsächlich vorhandenen Trend, dass Fußball („Soccer“) in den USA immer beliebter wird. Dies ist besonders interessant, da das nicht nur für die Hispanics in den USA gilt, die kulturell bedingt ohnehin schon immer größeres Interesse an Fußball hatten als die sonstigen Nordamerikaner.

Expansion der MLS angesichts der Zahlen sinnvoll

Schon 2020 soll die Liga dann 28 Teams umfassen. Da sie die gemeinsame höchste Lige der USA und Kanadas ist, sicher keine zu optimistische Planung der Verantwortlichen der MLS.

Erst am Sonntag war die Saison 2016 zu Ende gegangen. In der MLS spielt man im Kalenderjahr. Im Finale hatten zum ersten Mal die Seatlle Sounders die Meisterschaft in der MLS für sich entschieden. Für die Entscheidung gegen den FC Toronto war allerdings ein Elfmeterschießen nötig gewesen, dass die Sounders mit 5:4 gewannen. Zuvor waren in 120 Minuten keine Tore gefallen. Somit muss Kanada weiter auf seinen ersten Titelträger in der MLS warten.

Zwei Mal United ab 2017 neu dabei

Die Neulinge für die kommende Saison sind die beiden Teams von Atlanta United und Minnesota United. Die 22. Saison der MLS beginnt somit erstmals mit 22 Teams, die in zwei große Conferences unterteilt sind. 1994 war die Liga mit nur 10 Teams gestartet. Anlass war eine Übereinkunft mit der FIFA im Rahmen der Ausrichtung der WM 1994 in den USA. Die FIFA hatte die Wiedereinführung einer Profiliga in den USA gefordert, welchem man mit Gründung der MLS nachkam.

Foto: flickr.com/Jim Culp