MLS: Didier Drogba verweigert Einsatz, Montreal Impact handelt lächerlich

Wenn ein Arbeiter verweigert, seiner Arbeit nachzugehen, dann drohen ihm in der Regel heftige Konsequenzen. Ganz anders verhält es sich offenbar jedoch, wenn man Fußballer bei Montreal Impact ist. Denn verweigerte dort seinen Einsatz und erhielt vom Verein sogar noch Rückendeckung…

Der verweigerte Einsatz von Didier Drogba bei Montreal Impact

Am vergangenen Wochenende nämlich entschied sich Trainer Mauro Biello von Montreal Impact dafür, Didier Drogba auf die Bank zu setzen. Denn der Coach entschied sich für den Stürmer Matteo Mancosu, mit dem aus Sicht des Trainers ein schnelleres Umschaltspiel möglich sein sollte. Sky Sports sagte Biello:

„Didier war nicht in der Startelf vorgesehen. Ich redete gestern mit ihm darüber und er konnte die Tatsache, von der Bank zu kommen, nicht akzeptieren. Letztendlich wollte er für die Begegnung nicht berücksichtigt werden.“

Montreal Impact twittert über Rückenbeschwerden

Diese Einstellung von Didier Drogba ist natürlich höchst unprofessionell. Aber kein allzu großes Vorbild ist auch der Verein selbst. Denn kurz vor dem Match zwischen Montreal Impact und dem FC Toronto gab der Verein des Kickers von der Elfenbeinküste per Twitter bekannt, dass Drogba nicht auflaufen könne. Zur Begründung hieß es, Rückenbeschwerden machten den Einsatz unmöglich. Dazu erklärte Mauro Biello:

„Er hatte Rückenbeschwerden, ja, aber er war in der Lage zu spielen. Der Verein wird sich darum kümmern müssen.“

Schwer vorzustellen, dass sich Montreal Impact in angemessener Weise „darum kümmert“, wenn der Spieler, der seine Arbeit verweigert, auch noch vom Verein mit angeblichen Rückenbeschwerden gestützt wird.

Übrigens schaffte Montreal den Einzug in die Playoffs der Major League Soccer. Dazu reichte ein Remis gegen Toronto, auch ohne den Superstar Didier Drogba, der es vorgezogen hat, nicht zu spielen, anstelle sich auf die Bank zu setzen…

Foto: flickr.com/Ben Sutherland