Miami Heat siegen bei den San Antonio Spurs – Chris Bosh überzeugt

San Antonio Spurs vs. Washington Wizards 12.26.10 / Foto: Matthew D. Britt

Miami Heat siegen gegen die San Antonio Spurs

Auch ohne die beiden Superstars Dwayne Wade und LeBron James, die beide auf Grund einer kleineren Verletzung geschont wurden, gewannen die Heat gegen die Spurs mit einem knappen 88:86. Der Mann des Abends war dabei Heat Spieler Chris Bosh, welcher mit seinem entscheidenden Wurf in praktisch letzter Sekunde den Sieg für Miami markierte. Weiterhin markierte er insgesamt 23 Punkte und 9 Rebounds. Bei den San Antonio Spurs hingegen trafen die üblichen Verdächtigen gut: Tim Duncan (17 Punkte), Kawhi Leonard (17 Punkte) und Danny Green (12 Punkte). Superstar Parker kam ebenfalls „nur“ auf 12 Punkte und blieb während des gesamten Spiels weitgehend blass und spielte weit unter seiner normalen Leistungsgrenze. Der Sieg der Heat beschert den Gästen aus Miami nun – wenn nichts weiter schief läuft- die beste Heimbilanz der Liga. Damit winken dem Meister Heimvorteil über die gesamten Playoffs hinweg.

 

Chris Bosh – Big Man

Der Lefty der Miami Heat war gleich mit der ersten Minute voll im Spiel. Er überzeugte – genauso wie die anderen Heat Spieler Allen, Cole und Miller auch – als guter Werfer (23 Punkte, 9 Rebounds) und traf auch noch den Game-Winner. In praktisch jeder wichtigen Phase des Spiels war er präsent. – Ganz im Gegenteil übrigens zu Spurs-Star Tony Parker: Dieser blieb über das gesamte Spiel blass, dem Franzosen fehlen wohl noch die letzten Prozente nach seiner Verletzung. Er traf nur 4 seiner 14 Würfe.

Review und Analyse – San Antonio Spurs vs. Miami Heat

Dass das Spiel wohl keine Vorschau auf das Finale wird, konnte man sich kurz vor dem Tip-Off schon denken. Es fehlten Dwayne Wade, LeBron James und Mario Chalmers bei den Heat und die Spurs hatten den Ausfall von Manu Ginobili einmal mehr zu kompensieren. Das mag beim Meister wohl für einige Spieler der Anlass gewesen sein, sich mal wieder richtig zu beweisen. – Was auch gelang. Das Fehlen der drei Starter konnten die Heat durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, angeführt vom Big Man Chris Bosh,  wieder gut machen. Die Angriffe der Heat liefen zwar nicht immer über ihn, dafür endeten die der Spurs umso öfter bei ihm.

Die Spurs starteten im Gegensatz zu den Miami Heat eher schlecht.Im ersten Viertel – naja, eigentlich über das ganze Spiel hinweg- wirkte unter anderem die Defense ziemlich planlos. Hier haben die Heat überzeugt: Durch eine aggressive Defense konnte Parker „abstellen“, was wohl einer der Gründe für einen Sieg ist.

Trotz allem hätte es für die schlechter auftretenden Spurs eigentlich zu einem Sieg reichen müssen: Es stand 86:83 als Heat-Spieler Cole völlig übermotiviert gen Korb flog und dabei zu Boden kam. – Ohne irgend ein Foul, das Schiedsrichter Eric Dalen da erkannt hatte. Cole zeigte Nerven und verwandelte eiskalt. Der darauf folgende Angriff der Spurs ging daneben, Tim Duncan konnte nicht verwandeln. Daraufhin schlug Bosh mit einem Dreier zu. – Mit diesem Game Winner bescherte er den Außenseitern aus Miami den Sieg.

 Bild: Matthew D. Britt