Blackhawks demütigen Red Wings – Weitere NHL Spiele in der Zusammenfassung

Detroit Red Wings / Foto: Anna Enriquez

Chicago Blackhawks demütigen Detroit Red Wings

Es war definitiv das Spiel des Abends. Der elfmalige Gewinner des Stanley Cups, Detroit Red Wings, war zuletzt 2007/08 ganz oben. Aber was sie gegen die Blackhawks in der Joe Louis Arena boten, war wohl mehr oder weniger schon fast grausam. So wurden sie von den Chicago Blackhawks regelrecht vorgeführt, auseinander genommen. Schon nach knapp Zweieinhalb-Minuten ging das Offensiv-Schauspiel der Blackhawks los. Jeremy Morin fing an, Saad (2x), Bolland (2x), Toews, Leddy und Emmerton legten nach. Bolland traf also genau wie Rookie Brandon Saad doppelt. Der erst 20-jährige hat in 33 Spielen bisher 19 Scorerpunkte gesammelt. Kapitän Jonathan Toews, der sich nach einem Assist von Saad ebenfalls in die Torschützenliste eintrug, sagte: „Es ist erfrischend zu sehen, wie hungrig er ist. Wenn er in einem Spiel nicht anschreibt, arbeitet er noch härter, gibt niemals auf. Er hat dieses Selbstvertrauen, über welches nur wenige auf diesem Niveau verfügen.“

Für die Red Wings lief sich im Spiel schon gar nichts zusammen. Aber auch vor dem Spiel lief schon einiges schief. Henrik Zetterberg fällt auf Grund von Leistenproblemen länger aus. Auch Mikael Samuelsson musste nach dem zweiten Drittel draußen bleiben. Grund: Oberkörper-Verletzung. Coach Babcock wollte allerdings keine Ausreden gelten lassen: „Wir waren nicht bereit, haben zu wenig dagegen gehalten. Sie profitierten von unserer miserablen Leistung. Dafür gibt es keine Entschuldigung.“

Wie es wohl ausgesehen hätte, wenn die Blackhawks ihre beiden Leistungsträger Sharp und Hossa zur Verfügung hätten… Das möchten wir uns gar nicht ausmalen. Wann diese zurückkommen ist ebenfalls noch nicht bekannt, ein Comeback rückt allerdings immer näher.

 

Die weiteren Spiele der NHL

Philadelphia Flyers – Washington Capitals: 5-4 OT

Im Wells Fargo Center in Philadelphia wollten die Capitals die zwei Punkte einsammeln. Und der Sieg war auch schon greifbar: Zehn Sekunden hätten sie noch zu spielen gehabt, als Kimmo Timonen den Ausgleich in die Maschen hämmerte. Als wäre das noch nicht schlimm genug, bestrafte Fedotenko die Capitals nach Vorlage von Timonen endgültig. Center Nicklas Backstrom kommentierte: „Wir müssen in der Schlussphase einfach härter arbeiten.“ Der Torschütze zum 5:4, Matchwinner Fedotenko, hatte dahingegen schon mehr zum feiern: „“Ein großartiges Gefühl“, jubelte er.

Beide Mannschaften haben die Playoffs in unmittelbarer Reichweite. 2 (Philadelphia) bzw. 1 (Washington) Punkt(e) trennen die beiden Mannschaften vom rettenden Ufer für die Playoffs.

Buffal Sabres – Boston Bruins: 0-2

Die Tore für die Bruins erzielten Krejci und Horton im letzten Drittel. Bei den Sabres musste Topscorer Vanek abermals von der Tribüne zusehen. – Ihn plagt immer noch eine Verletzung. „Vor zwei Jahren holten die Bruins den Stanley Cup, nun mischen sie wieder an der Spitze mit. Sie blieben ruhig und fokussiert, dorthin müssen wir kommen“, so Betreuer Ron Rolston.

Columbus Blue Jackets – Anaheim Ducks: 2:1 OT

Nach einer furiosen Aufholjagd darf Columbus wieder von den Playoffs träumen. – Und das ist schon ein kleines Wunder. Schließlich galten sie noch am 25. Februar dieses Jahres als schlechtestes Team der NHL. Und um an diese vergangenen Zeiten nicht wieder anzuknüpfen, warnte der Coach auch gleich einmal: : „Wir dürfen nicht in Zufriedenheit verfallen, haben den Berg erst zur Hälfte erklommen. Wir dürfen nicht durchschnaufen“, so Todd Richards. Konsequenzen für die Anaheim Ducks wird diese Niederlage allerdings nicht haben. Sie bleiben unangefochten auf dem zweiten Platz.

 Bild: Anna Enriquez